Eigenheim (Doppelhaus F)
Obstgarten
Kappel am Albis
2017 - 2019

Der Baustart erfolgte im August 2018

Wenn man als Architekt die Möglichkeit hat, für sich ein Haus zu bauen, will man ein Statement abgeben. Es soll fast schon zu einem "Manifest" werden. Bei mir muss meine Liebe zu formal reduzierten Bauten, mein Interesse an der Minimal Art, sichtbar werden. Die folgenden drei Referenzbilder bringen meine Haltung und Gedanken etwas zum Ausdruck:

Die kleine Kirche in Oberrealta (Domleschg) von Rudolf Fontana bildet das erste Referenzbild. Es ist eine Art „Urform“ eines Hauses. Ein klares, freistehendes, scharf geschnittenes Volumen, ein „Monolith“, der ganz selbstverständlich und ruhig auf der Wiese steht.

Das zweite Referenzbild ist das „Haus ohne Eigenschaften“ von O.M. Ungers.
„Gefallen“ wollte Ungers nie, ihm ging es um Grundsätzlicheres. Im Alter von 70 Jahren baute er für sich und seine Frau ein Privathaus. Eine vollkommene Raumfigur ohne funktionale Kompromisse. Mass, Geometrie und Proportion allein bestimmten den Entwurf, mit dem es Ungers gelang, seine Architektur in ihrer reinsten Form darzustellen. An dieser Arbeit fasziniert mich die konzeptionelle Reinheit .

Die „Shaker“ Häuser in den USA berühren mich sehr und bilden das dritte Referenzbild. Diese Bauten strahlen für mich eine wohltuende Bescheidenheit aus. Die Gemeinschaft der Shaker zeichnete sich durch eine hohe Arbeitsethik aus. Die Arbeit spielte bei den Shakern eine zentrale Rolle. Tugenden wie Fleiss, Kreativität und das Streben nach höchster handwerklicher Qualität waren für sie die Grundvoraussetzungen für ein gottgefälliges, freudvolles Leben. Es entstanden die wunderbarsten Häuser.